Es gibt auch Arbeit!

Nicht nur Fliegen und Feiern ist angesagt, sondern leider halt auch immer wieder Arbeiten. Wenn der Andreas da ist, dann müssen wir immer die schlechten Tage nützen und schauen, dass wir ihn sinnvoll beschäftigen können. Bis jetzt gelingt uns das noch. Er betätigt sich mittlerweile auch gerne als Gärtner, pflanzt neue Blumen und gießt sie fleißig und auf seinen Geheimtipp hin haben wir die „Mössinger Sommer“ Samenmischung bestellt, die der Andreas gleich in in neues Testbeet gesät hat und sich Blasen beim Graben geholt hat. Ist schon etwas spät im Jahr, aber vielleicht geht ja noch das eine oder andere Blümchen auf. Nächstes Jahr im Frühjahr jedenfalls, legen wir eine schöne Blumenwiese an! Unsere Bäume hat der Andreas auch schon mal vorsorglich geschnitten, so können wir wieder schön parken. Auch technisch waren einige Sachen angesagt, so haben wir ein Starthilfekabel für die Dimona gebastelt (Kurzschluss war nicht zu vermeiden) und ihr ein neues Intercom verpasst. Zumindest für Letzteres war einiges an Gehirnschmalz nötig, die vielen Drähte an der richtigen Stelle anzuschließen ist eine Wissenschaft, danke an den Jochen für die moralische und technische Unterstützung! Besonders trickreich, Fluchen ausdrücklich erlaubt, war auch der Einbau eines neuen Bowdenzuges für die Pedalverstellung, da brauche ich wieder zwei Tage zum Ausrenken des Kreuzes! Und weil schon wieder vier Jahre um sind, musste die Dimona auch gewogen werden, war aber alles im grünen Bereich. Danke Otti für die Hilfe! Nachdem der Herr Pappenberger wieder genesen ist, können wir jetzt die Jahresabnahmen angehen, die Papiere hat der Otti schon geprüft und hergerichtet. Unsere Bohrer waren nicht mehr zu gebrauchen, der Matthias hat uns neue gespendet! Damit die Wasserversorgung gut klappt, habe ich neue Filter besorgt, die sorgen dafür, dass immer sandfreies Wasser zum Fliegerwaschen zur Verfügung steht. Das Rasenmähen teilen sich der Andreas und der Sepp, das Putzen bis jetzt der Andreas und ich. Würde der Nachbar endlich Ruhe geben, dann könnte sich der Vorstand auch mal ohne Stress auf die Liege legen. Aber das stehen wir auch noch durch!!

Was hatten wir schöne Tage!

Das Frühjahr hat sich heuer von seiner besten Seite gezeigt. Wir haben es bei der FSGU in vollen Zügen genossen. Wir sind zu allererst schön geflogen, unsere LS 8 hat schon 115 Stunden und auch unser Astir wird von unserem Neumitglied Jürgen fleißig gelüftet. Unser Jan hat sich Zeit genommen und immer wieder Streckenflugneulinge in die Geheimnisse des „schnellen“ Vorfliegens eingeweiht. „Hausmeister“ Andreas hat heuer auch nicht nur gearbeitet, sondern hat inzwischen sage und schreibe 6.169,56 Kilometer von Unterwössen aus, mit seiner ASW 19, auf dem OLC-Konto! Besonders hat uns aber heuer auch gefreut, dass sich so viele angenehme Gäste bei uns eingefunden haben. Gerne haben wir ihnen geholfen, haben mit ihnen gegrillt und sind oft zusammen Essen gegangen. Das war auch für uns eine Bereicherung, mal zu hören, wie es in anderen Vereinen so zugeht und wie sich das mit dem Fliegen im Flachland verhält. Dem André aus Groningen hat es so gut gefallen, dass er sich mit einem netten Dankeschön in Form von holländischen Spezialitäten verabschiedet hat. Wir sagen allen danke und freuen uns auf nächstes Jahr!

Und noch etwas freut uns ganz besonders, wir haben äußerst nette Neumitglieder dazubekommen! Den oben schon erwähnten Jürgen Weichselgartner, ein ehemaliger super Drachenflieger, der auch schon mit unserem Wolfgang Lengauer und Rainer Maack unterwegs war. In zehn Wochen hat er seinen kompletten Segelflugschein gemacht! Neu bei uns ist auch Dr. Thomas Holzmann, der sich jetzt immer weiter in die Alpen voranpirschen will, mit dem Jan hat er schon fleißig geübt. Fred Schiffmacher, mit seiner DG 300, ist schon ein guter Bekannter in Unterwössen, er verspricht sich noch den ein oder anderen Tipp bei uns, wir freuen uns auf den Austausch mit ihm. Und zuletzt aber nicht weniger geschätzt, kommt Thilo Franke zu uns. Er hat schon als Jugendlicher zusammen mit seinem Vater bei der DASSU geschult und kommt seit vielen Jahren regelmäßig nach Unterwössen. Seine besondere Leidenschaft gilt, neben dem Motorfliegen, dem Kunstflug und dem Streckenflug. Wir heißen alle Neumitglieder herzlich willkommen und freuen uns auf eine gute und schöne Zeit zusammen!

Besonders freut uns, dass auch aus der FSGU heraus wieder aktive Mitglieder kommen! Gerade unsere Jungen haben ja oft das Problem, dass ihnen Ausbildung und die ersten Arbeitsplätze das Fliegen erschweren oder sogar unmöglich machen. Um so mehr freut es uns, dass unser Benedikt Lippert seinen Segelflugschein gerade wieder erneuert hat! Und auch Stephan Camerer ist dabei, nach seiner abgeschlossenen Promotion, wieder in die Segelfliegerei einzusteigen.

Was ist das Ergebnis?

Der Wetterbericht sagt geschlossene Wolkendecke, die Thermik hat auch nichts zu bieten. Was tun? Da verschwinden plötzlich einige Piloten in der Halle und bauen sonderbare Gerätschaften auf.

Nach und nach deutet alles darauf hin, dass das eine Wägung werden soll. Fluglage einstellen, Messergebnisse aufnehmen und dann ganz einfach auswerten!

Wir fragen uns jetzt alle, was ist das Ergebnis?

 

Mathias Münch auf dem „Stockerl“ beim AAC!

Unser Mathias hat dieses Jahr beim Alpe Adria Cup sein Können aufblitzen lassen. Sein erster Tagessieg und die Gesamtplatzierung auf dem dritten Platz zeigen seine Stärke. Dieses Jahr war auch das Wetter mal auf der Seite der Organisatoren, immerhin vier Wertungstage konnte geflogen werden, die Strecken immer so um die 300 Kilometer. Das Ergebnis ist deshalb auch keine Glücksache, sondern Resultat eines reellen Vergleichs.
Herzlichen Glückwunsch Mathias!


Die Ergebnisliste des AAC 2011

 

Treue Gäste bei der FSGU!

Unterwössen ist in ganz Deutschland bekannt für den einfachen und sicheren Einstieg in die Alpenfliegerei. Diese Tatsache nutzen Uli und Merve auch seit einigen Jahren mit ihrem Duo Discus. Freundliche und hilfreiche Unterstützung bekommen die Beiden von der DASSU und auch bei uns. Der Sepp schleppt sie immer zuverlässig an den richtigen Startpunkt. Jan hilft bei der Beratung, wie aus dem aktuellen Wetter die beste Flugstrecke entsteht. Matthias hilft beim Auf- und Abrüsten. Strom und Wasser steht auch zur Verfügung. Nach 14 Tagen mit gutem Flugwetter und eindrucksvollen Flügen ist der Abschied an einem Regentag überhaupt kein Problem. Bis nächstes Jahr…

„Der“ Tag des Jahres!

Wenn der Wetterbericht gute Thermik voraussagt, dann sind wir bei der FSGU nicht mehr zu halten. Entweder schon am Abend vorher oder spätestens um 6:00 Uhr in der Früh stellen wir unsere Flieger auf und machen sie startklar. Ausgerüstet wie die Mondfahrer lassen wir uns dann in die erste Thermik schleppen. Bei 1700 Meter Basis wagen die Ersten den Sprung über das Inntal. Mancher kommt auch reumütig wieder zurück. Nur die Besten kommen durch und erreichen die gute Thermik im Westen. Einige von uns schlagen sich gleich in die andere Richtung und erkämpfen sich Zell am See und sogar den Hochkönig. Ein ganz Mutiger kommt nach zähem Kampf aus der Platzrunde in Zell am See noch bis zum Gerlos. Am Nachmittag umrunden die ganz Ausdauernden von uns den Chiemsee. Da sitzen allerdings die Ersten schon beim Kaffee und gönnen sich ein Nickerchen. Werden aber jäh gestört durch einen Telefonanruf  „Sitze auf der Wiese, bitte hole mich ab!“. Einer von uns hat da mehr Glück, er kommt mit einem preiswerten F-Schlepp aus St. Johann davon. Der „boarische“ Wind hat ihn leider direkt vom Kaiser zum Flugplatz runter gedrückt.  Aber rechtzeitig zum abendlichen Grillen sind wir alle wieder vor dem Clubhaus vereint und haben jede Menge lustige Geschichten zu erzählen. Wir entspannen mit Modellfliegen und freuen uns, das wir so schön geflogen sind, auch wenn es anstatt 1000 Kilometer nur um die 300 geworden sind. Aber beim nächsten Hammerwetter, da schlagen wir zu!

Spengler am Werk!

Über die Jahre hat der Schnee an unsere Dachrinne gedrückt und sie immer weiter heruntergebogen. Jetzt hat uns der Sepp von seinem Nachbarn das richtige Werkzeug geliehen und mit diesem konnte  Andreas und Manfred wieder  die ursprüngliche Form zurechtbiegen. Das Regenwasser bleibt jetzt  in der Dachrinne, wo es hin gehört! Die feuchte Luftmasse bringt uns heute Abend sicher ein Gewitter und wir warten gespannt wie herrlich das Wasser aus unserer Dachrinne in den Ablauf plätschert!

Wer hat schon die meisten Kilometer?

Ja, das ist unser Andreas! Sechzehn Flüge und 6.223,10 Kilometerpunkte stehen als Zwischenstand auf seinem Konto. Daran ist zu erkennen, dass es heuer schon etliche gute Flugtage in Unterwössen gegeben hat. Auch die anderen Piloten der FSGU sind fleißig in Unterwössen geflogen,

 

hier der Zwischenstand Unterwössen beim OLC und hier der Stand der weltweit erflogenen Strecken.

Auch sonst hatten wir schon viele schöne Tage auf der Terasse. Letzten Freitag unser erstes Vereinsgrillen mit reger Beteiligung bei durchaus geeignetem Wetter. Nicht ganz warm, aber mit Jacke konnten wir gut draußen sitzen.

Die Flugzeuge sind alle in Schuss und werden fleißig bewegt. Sogar unser Astir war heuer schon in Nötsch, aber nicht im Hänger, sondern hingeflogen! Besonders gut erwischt hat es der Patric beim Streckenfluglehrgang. Mit der super Anleitung von unserem Jan Lyczywek, der auch heuer wieder als Leiter des Streckenlehrgangs fungierte, sind ihm sensationelle Flüge gelungen!

Jetzt warten wir die paar Tage Regen ab, dann kommt das nächste Alpenhoch!