Was macht OGN und Flightradar24?

Ganz schön viele Empfänger in Europa! Grün sind die aktiven, rot die kaputten und violett die Drachenflieger- und Gleitschirmer- Stationen.

Der jetzt neu gekaufte OGN-Empfänger bei der DASSU, musste ja unbedingt sein, tut wohl noch nicht richtig, jedenfalls sind die Startlisten nicht mehr zu gebrauchen, das Tracken der Flugzeuge um den Flugplatz Unterwössen geht sowieso nicht mehr gescheit. Generell ist es mit den OGN-Empfängern nicht so einfach, sie müssen gut positioniert und optimiert sein und brauchen immer mal wieder eine Reparatur, denn sie gehen nach wie vor auch immer wieder mal kaputt.

Aus anderer Sicht gibt es inzwischen wohl eher zu viele Empfänger, die die Server in Frankreich an ihre Grenzen bringen. Und wenn ein guter Flugtag ist, dann kommt auch der Glidertracker an seine Grenzen, die letzte Zeit bricht der Anwendungsserver dann auch öfter mal wegen der vielen Datenzugriffe zusammen. Ähnliches beobachte ich auch bei Flightradar24. Es ist mehr oder weniger Zufall, ob ein Flug getrackt wird oder nicht. Obwohl ich in Schönberg und Unterwössen gute Empfänger laufen habe, werden die Daten dieser Empfänger oft nicht verwertet, geht wahrscheinlich einfach von der Menge her nicht. Inzwischen gibt es auch noch ein WLAN-basiertes System für die Drachen- und Gleitschirmflieger, auch dieses System speist bei OGN ein. Und die Rechnersysteme, z.B. mein SeeYou Mobile Oudie Live, fangen jetzt auch an über das Handynetz die Positionsdaten an OGN zu übermitteln. Das alles wird demnächst vielleicht zu viel werden, zumal ja bei OGN nicht wirklich Geld dahinter steht, um die Server immer weiter hochzurüsten. Problematisch ist wohl auch, dass noch viele Flugzeuge ohne ADS-B unterwegs sind, Flightradar24 greift dann zusätzlich auf die Daten aus den Flarms und fährt damit die Datenabfragen bei OGN zusätzlich hoch.

Unser Gebiet. Große Lücken zwischen Zell am See und Innsbruck und Zell am See und Niederöblarn. Richtung Samedan gibt es dann praktisch nichts mehr. Und, viele wichtige Stationen sind gerade wieder ausgefallen: Kirchdorf, Miesbach, Brannenburg, St. Johann Flugplatz, Zell am See und ganz bitter, die Wankstation. In Unterwössen sind FSGU1 und FSGU2 leider momentan außer Betrieb.

Resümee, gut gemeinte Systeme, leider mit immer noch sehr großen Lücken in den Alpen. Ob man damit wirklich gefunden werden könnte? Das wird wohl eher Zufall sein. Das einzig zuverlässige System ist demnach nur der SPOT, er geht immer und überall. Allerdings auch mit einer Einschränkung, er spotted nur alle 10 Minuten, da kann man auch locker 20 bis 30 Kilometer zurückgelegt haben.

Das OGN war wohl mal als Suchhilfe gedacht, ist heute aber eigentlich eine nette Möglichkeit die Teilnehmer z.B. bei Wettbewerben zu tracken und zu sehen wer gerade wo ist. Spannend ist es auch an Thermiktagen zu verfolgen, wie es den Piloten gerade geht, man ist praktisch live dabei! Und eine nette Sache ist, dass automatisch Logbücher für Flugplätze bzw. auch für die einzelnen Flugzeuge geschrieben werden können. Verschwinden wird das OGN sicher nicht mehr, seine Nützlichkeit ist alles in allem doch überzeugend! Und ADS-B hat auch Zukunft, es ist eigentlich noch besser wie Flarm, weil einfach die Sendeleistung so hoch ist, dass große Strecken mühelos überbrückt werden können. Will man wirklich sicher unterwegs sein, dann hilft nur ein Flarm- und ein ADS-B-Empfänger im Flieger, z.B. Power Flarm. Denn wenn keine ADS-B-/Transponder-Pflicht kommt, dann werden die Segelflieger weiter nur Flarm haben und die Motorflieger meist nur ADS-B, leider nicht ganz optimal.

Der LVB Arcus war eine Woche bei uns!

Aufwendig ist es ja schon den LVB Arcus für eine Woche zu betreiben. Zumal es ja mit dem Wetter öfter mal nicht so weit her ist und der Flugzeugschlepp für den schweren Flieger in Unterwössen eher ausscheidet. Aber der Martin mit dem Rainer in Pömetsried, der Markus mit dem Peter in St. Johann und der Philip mit seinem Onkel konnten immerhin kleinere bis mittlere Flüge genießen. Wobei der Philip ja dem Wetter einfach hinterher gefahren ist. Er startete von Aalen-Heidenheim, dabei gelang im eine schöne Runde: „… über die Schwäbische Alb an den Bodensee und von dort über den Schwarzwald nach Sinzheim und zurück. Einmal um Stuttgart rum … ca. 550km … ganz große Klasse!“ schreibt der Philip. Und hier im Video die geglückte Landung in St. Johann nach dem Testflug:

Ein Dank geht an den Martin, der das Holen und wieder Abliefern des Arcus organisiert hat!

Dimona braucht Wartung!

Langsam wird unsere Dimona zum Oldtimer. Damit sie auch die nächsten Jahre bis zu den 6.000 Stunden noch gut übersteht, haben wir ihr eine gründliche Wartung bei HB Brditschka in Hofkirchen gegönnt. HB hat über 100 Diamondflugzeuge in der Wartung, sie sollten also etwas von den Flugzeugen verstehen. Der Heimflug war jedenfalls schon mal ohne Probleme, hoffen wir dass wir weiterhin viel Freude mit unserem Motorflieger haben werden.

Wer sich noch erinnert, von HB (Heino Brditschka) stammen diese bemerkenswerten Motorsegler mit dem Patent einer Heckpropellerwelle im Rumpf. Bereits am 21. Oktober 1973 gelang mit dem Modell MB-E1 der erste Flug mit einem elektrisch angetriebenen Flugzeug! Der Bosch Motor hatte 10 KW, die Akkus waren Varta Nickel Cadmium. Irgendwie war diese Leistung rückblickend gesehen der Zeit weit voraus. Das Video dazu.