Wie geht es der Kampenwand mit OGN?

Ja, eigentlich ganz gut, sie läuft jetzt schon mehrere Wochen und liefert sehr gute Empfangswerte. Aber eine neue Erkenntnis gibt es trotzdem für mich. Längere Schlechtwetterphasen ohne Sonne kann die Solaranlage leider doch nicht überbrücken. So ist es jetzt im September schon zweimal passiert, dass der Unterspannungsschutz zugeschlagen hat und die Station mal für einen oder zwei Tage abgeschaltet wurde. Eigentlich ja nicht so schlimm aber vielleicht doch verbesserungswürdig. Muss mir im Winter was überlegen, dass ich erkenne wenn schlechtes Wetter ist. Denn sinnvoll wäre es in diesen Phasen, wo sowieso niemand fliegt, die Station abzuschalten, dass dann, wenn es wieder schön ist, Energie zur Verfügung steht.

Die Empfangswerte sind nicht mehr verbesserungsfähig, einzig ein anderer Standort würde vielleicht noch was bringen, das ist aber nicht so einfach. Schön wäre es, wenn unsere Nachbarn hochrüsten würden, z.B. auf dem Pendling, dem Kitzbühler Horn oder auf der Schmittenhöhe, das würde sehr viel Verbesserung bringen. Wenn wenigstens Kufstein wieder funktionieren würde? Aber ist halt leider alles nicht so einfach…

Schöner Ausflug nach Bremgarten (Freiburg)!

Unser Fred hat uns drauf gebracht, dass Bremgarten ein netter Flugplatz ist, der wunderbare Oldtimer beheimatet und zudem ein gutes Lokal hat. Das Wetter war zum Fliegen sehr gut, nur etwas Gegenwind beim Hinflug, dafür ging es zurück etwas schneller.

Wieder mal Kampenwand!

War schon klar, den letzten Sturm konnte meine Antenne nicht überstehen. Aber, war gar nicht so schlimm, hatte sich nur verdreht, komischerweise in die andere Richtung, nämlich Richtung Berg, wie das wohl ging? Habe sie wieder gerade gerichtet und neu mit Kabelbindern fixiert, zusätzlich die Schraubverbindungen mit Klebeband gesichert. Bis zum nächsten Mal, dann werde ich aber den Stahlmasten haben und eine solide Verdrehsicherung, die auch wirklich gescheit hält. Der Rüdiger baut sie mir, da muss es gut werden!

Damit ich nicht nur wegen der Stationsreparatur oben war, habe ich mir den Aufstieg auf die Scheibenwand (1598 m) gegönnt. Wollte auch mal sehen, ob da oben eventuell ein guter Platz für die Station wäre. Aber, ist er leider gar nicht! Der Aufstieg steil und teilweise glitschig und oben keine Sicht auf die Burg mit den Handymasten, dementsprechend auch kein UMTS-Empfang. Aber die Wanderung und der Ausblick da oben ein Traum! Ganz alleine sitzt man da auf dem Gipfel und hat einen herrlichen Blick auf das Chiemgauer Land!

Der Schock dann zu Hause, die Station arbeitet nicht!? Habe ja nur die Antenne gedreht, aber die Kiste nicht aufgemacht, dachte es liegt nur an der Antenne. Meine letzte Hoffnung heute 8 Uhr, wenn der neue Boot stattfindet, sonst schon wieder auf die Kampenwand, kann nicht sein? Und tatsächlich, sie ist aufgewacht und arbeitet wieder, da freut sich der Bastler wie ein Kind!!

Da ist wohl schon jemand um den Chiemsee geflogen?

Nachtrag: Kampenwand läuft wieder, dafür hat Schönberg gestern den Betrieb eingestellt, toll! Kufstein und Niederöblarn sind auch schon mehrere Wochen kaputt. Wahrscheinlich wird es immer schwieriger die Betreuung so mancher Station aufrecht zu erhalten. So nett das mit dem Raspberry PI und den Teilen drumrum sein mag, aber es ist leider dauerhaft nicht unbedingt zuverlässig. Wobei es durchaus nicht immer an der Kerntechnik liegt, manchmal ist einfach nur das Internet weg oder wie bei mir jetzt ständig die Antenne verdreht, aber man muss sich dann halt trotzdem drum kümmern.

Neuester Stand: Seit heute 11:16 Uhr geht Schönberg wieder, erfreulich, warum auch immer die Station wieder aufgewacht ist!?

Sturmbilanz…

…ja, war schon heftig. In Unterwössen hat es einige dicke Bäume umgeschmissen. Der Kiosk ist etwas durcheinander, auch dort sind Bäume gefallen. Die Hänger sind noch da, nur teilweise etwas verdreht, keine Schäden. Gebäude sind auch nicht durch Bäume beschädigt worden.

Der FSGU-Fahnenmast samt Windsack stand schief und natürlich gab es jede Menge Dreck auf der Terrasse wegzuputzen. Das Dach ist auch voll, da wird es Nacharbeiten für die Dachrinnen brauchen. So schön die Tanne unseres Nachbarn ist, aber sie macht übers Jahr permanent unheimlich viel Dreck. So ein Baum gehört eigentlich in den Wald, nicht neben die Terrasse.

Meine diverse Elektronik hat sich auch gut gehalten, alle Kameras sind wieder aufgewacht und keine ist verbogen! Wetterstationen gehen auch noch, die in Marquartstein hat eine Böe mit 160 km/h gemessen, stimmt aber bestimmt nicht, misst sicher falsch, aber die angezeigten 90 km/h sind schon realistisch:

Die FSGU-Wetterstation hat immerhin den stärksten Wind in den letzten 12 Monaten gemessen:

Aber, es war schon klar, die Kampenwand-OGN-Station hat den Sturm nicht unbeschadet überstanden. Habe jetzt einen Stahlmast bestellt, wenn der da ist, dann fahre ich nochmal hoch und versuche einen sturmfesten Aufbau. Leider ist auch das OGN-Wartungsnetz außer Betrieb, sodass ich auch nicht auf die Kamera drauf kann um vielleicht zu sehen, wo konkret das Problem liegt. Irgendwann wird es wieder…

Krass!

Kampenwand empfängt aus 383 Kilometer Entfernung ein Flarmsignal:

Die Erklärung dazu. Grundsätzlich muss „Sichtverbindung“ gegeben sein, das ist gerade so der Fall, wenn wir annehmen, dass die Kampenwandstation 922 Meter über Grund liegt und das Flugzeug 4477 Meter hoch war, was natürlich schon sehr außergewöhnlich ist.

Die Theorie zeigt also, es ist grundsätzlich möglich dieses Flugzeug in knapp 400 Kilometer Entfernung zu empfangen. Erstaunlich ist es trotzden, weil ja die Funkwellen nur knapp über den Erdboden drüber müssen und so natürlich zusätzlich gedämpft werden. Die verwendete Antenne muss also wirklich genial gut sein, dass sie selbst diese äußerst schwachen Signale, die alten Flarm senden mit 10 Milliwatt, Powerflarm mit 25 Milliwatt, noch so herausfiltern und verstärken kann!